TomTom GO730 Akkutausch mit Panikattacken

Das Navi im Wohnmobil ist eines unserer wichtigsten Tools. Ich habe dort die Camping- und Stellplätze eingepflegt, so dass wir auf der Reise immer ohne großen Aufwand einen Zwischenhalt einlegen können.

Das TomTom wurde gebraucht gekauft und nicht ganz unerwartet hat der Akku den Geist aufgegeben. Solang das Navi am Strom hängt ist das kein Problem – aber dass es sofort aus geht, wenn der Strom kurz weg ist, nervt.

Es gibt zwar sehr gut bebilderte Anleitungen im Internet…aber da ich mittlerweile ein paar graue Haare mehr habe, beschreibe ich mal meinen Weg, wie ich dem TomTom eine Herzoperation verpasst habe.

Bevor es losgeht: Das hier ist der Weg, wie es beim mir funktioniert hat. Ich bin kein Elektronikspezialist oder ähnliches. Daher: Wer immer das nachmacht, macht das auf eigene Gefahr!

Werkzeuge:

Torx 6 Schraubendreher (hab’s mit einem anderen versucht…geht nicht!)
Dicker normaler Schraubendreher
passender Akku (habe ich bei Amazon gekauft)
GEDULD (oje…)
Optional: doppelseitiges Klebeband.

Wenn ich in der Beschreibung von „oben“ rede: das ist die Geräteseite, an der sich der Einschaltknopf befindet.
Schon allein das Öffnen war mit Hindernissen verbunden.

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Auf der Rückseite des Gerätes befinden sich oben  links und rechts zwei Torx-Schrauben. Rausdrehen und verlustsicher (weisse Tasse…) beiseite legen.

In die entstandenen Öffnungen einen passenden Gegenstand (z.B. den Schraubendreher) einführen und sanft drücken, immer mal auf der einen und auf der anderen Seite. Damit schiebt man die Oberkante des Bildschirms aus dem Gehäuse. Nun kann man den Bildschirm nach vorne klappen und nach oben wegziehen. Nicht zu hektisch ziehen, der Bildschirm ist mit ein paar Kabeln mit der Platine verbunden und soll das auch bleiben!

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Auf der Platine sind in jeder Ecke wieder Schrauben. Mit der Schraube oben rechts ist ein schwarzer Draht mit einer Öse zusätzlich befestigt – das ist die Verbindung zur GPS-Antenne. Beim späteren Zusammenbau nicht vergessen, das wieder mit zu befestigen.

Die Schrauben alle rausdrehen (der schwarze Draht ist jetzt auch ab, macht nix).

Jetzt die Platine oben nach vorn ziehen (klemmt etwas, ich habe da oben rechts mit dem Schraubendreher etwas gehebelt) dann kann man den ganzen Salat rauskippen.

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Hurra, der fette Kasten ist der Akku. Den eben rausnehmen und … schön wärs. Jetzt kommt der schweißtreibende Teil! Der Akku ist FEST geklebt. Und fest habe ich FEST geschrieben, weil er wirklich fest ist. Zuerst ziehen wir mal den kleinen Stecker, mit dem der Akku mit der Platine verbunden ist, ab.

Schon gemacht – auch gemerkt wie rum der Stecker drauf gesteckt hat? Keine Panik, der Stecker kann nur auf eine Weise befestigt werden, da kann nix schief gehen.

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Nun kommt der fette Schraubendreher zum Einsatz. Drunterschieben, vorsichtig drehen und hebeln, weiter drunterschieben, die Platine nicht durchbiegen … irgendwann macht es flupp… und die Klebepampe hat sich gelöst.

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Eigentlich soll der neue Akku mit doppeltem Klebeband wieder befestigt werden. Bei mir hat die Platine aber noch so gut geklebt, dass ich den neuen Akku einfach drauf gedrückt habe und fertig.

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Akkustecker aufstecken.
Platine unten schräg aufsetzen und reinkippen, dabei den schwarzen Draht halten, damit er nicht unter die Platine rutscht.
Die vier Schrauben reindrehen, dabei den schwarzen Draht für die GPS-Antenne nicht vergessen mit anzuschrauben.

Jetzt mal das Gerät anschalten…

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Prima, ein Bild (falls jetzt nix passiert…prüfen ob Akku korrekt verbunden ist – mehr Hilfe weiß ich aber auch nicht) …

Bildschirm unten schräg einsetzen und dann oben reindrücken. Hintere Schrauben befestigen. Fertig.

Jetzt kommt der Teil mit der Panik. Zumindest bei mir. Das Gerät wollte nicht mehr in Betrieb gehen, statt dessen der Start-Bildschirm mit den Autos, nochmal Boot und dann blieb es bei dem Auto-Bildschirm. Verbinden mit dem PC: Gerät wurde nicht erkannt. Oje.

Unten im Gerät befindet sich ein Loch mit der Aufschrift Reset. Torx reinstecken und drücken…und zwar 20 Sekunden lang. Damit wird das Gerät zurückgesetzt. 20 Sekunden sind eine sehr lange Zeit, ich empfehle nicht zu schätzen, sondern eine Uhr zu verwenden. Wenn man jetzt das Gerät mit dem PC verbindet, wird es wiedererkannt. Ich habe dann mit der TomTome Home 2 – Anwendung noch ein Update der Software machen müssen und das Teil ging brav wieder in Betrieb. Ich drücke jedem die Daumen!

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