Thailand – Teil 8 – Khao Lak: Baden und Mehr

Khao Lak – Baden und Mehr

Khao Lak – Anreise

Die Anreise erfolgt über den Flughafen Phuket. Wir kommen ja aus Chian Mai und sind mittlerweile vertraut mit der unübersehbaren Menge an Abholern und deren Schildern, die uns am Flughafenausgang entgegen winken. Wir krabbeln in unser Zubringer-Auto und die Reise-Etappe zu unserem Badeurlaub beginnt. Etwas unglücklich schauen wir auf die Wolken am Himmel … hoffentlich klappt das mit Sonne – Strand – Faulenzen?

Etwa eine Stunde dauert die Fahrt, dann sind wir in unserem Hotel, dem Khao Lak Bayfront Resort.

Khao Lak Bayfront Resort

Das Hotel hält was es verspricht: Ruhe, Strand und meistens Sonne. Wir lernen ganz schnell: um 16 Uhr ist es Zeit, den Strand zu verlassen – es schüttet wie aus Eimern. Macht nix, wir trinken Kaffee. Ich gebe es zu – der Instant-Kaffee wird von uns mit Thai-Whisky verbessert (anders kann man den lokalen Whisky nach unserer Meinung auch nicht trinken).

Wir haben das Bayfront Resort nur mit Frühstück gebucht – zum Essen wollen wir die lokale Küche geniessen. Leider ist es nicht so einfach die lokale Küche zu finden – das Bayfront liegt ziemlich weit von der Stadt entfernt. Klar, man kann mit dem Taxi für 150 Baht in die Stadt fahren. Dazu haben wir aber keine Lust. Das Essen im Hotel ist empfehlenswert und lecker … aber wir finden doch ein kleines Restaurant direkt am Strand wenige Schritte vom Hotel entfernt – unsere Stammkneipe für die nächsten Tage.

Dieses Restaurant, die Andalay Bar, ist sogar bei Google Maps zu finden.

Hier ein paar Impressionen aus Hotel und Bar:

Das Meer bringt einen natürlich zum Grübeln – genau hier hat der Tsunami damals zugeschlagen. Mittlerweile sind in den Hotels Fluchthinweise aufgestellt.

Während unseres Aufenthaltes tummeln wir uns immer wieder im Meer – leider haben wir keine Schnochelausrüstung dabei, ein paar der Felsen sehen interessant aus.

Die Wellen finden wir beide „ganz schön anstrengend“, mitunter will einen das Meer gar nicht mehr an den Strand lassen.

Tagesausflug ab Khao Lak

Ao Phang-nga Nationalpark

James Bond Felsen

Wenn man schon in der Gegend ist … und James Bond Filme mag … dann muss man natürlich da hin. Damals, als ich „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gesehen habe, dachte ich: Die Gegend will ich irgendwann besuchen. Ich muss zugeben: Ich habe nie recherchiert, wo denn diese kleinen Inselchen genau liegen. Aber unser Reiseveranstalter hat die Tour vorgeschlagen und ich war gleich Feuer und Flamme!

Es geht Morgens um 8 Uhr los. Etwa eine Stunde Fahrt zum Ao Phang-nga Nationalpark, dann sind wir an der Anlegestelle. Ein großer Platz und schön leer. Unsere Guides erklären uns: In einer Stunde ist es hier voll – und in der Hauptreisezeit noch viel voller.

Beruhigt, dass sich das frühe Aufstehen gelohnt hat, krabbeln wir in unser Longtail-Boot und ab geht die Reise:

Auch am Felsen ist noch nichts los und die Verkaufsbuden, von denen es reichlich gibt, sind geschlossen. Wir und nur wenige Andere klettern auf der Hauptinsel herum, knipsen den James-Bond-Felsen und besichtigen die „Höhlen“.

Kanu-Tour im Ao Phang-nga Nationalpark

Wir haben eine Kanu-Tour gebucht – und die ist wirklich empfehlenswert. Keine Angst: man wird gepaddelt. Unser Paddler kann kein Englisch und  spricht zwar nur „Are you happy“ und am Ende bittet er um Trinkgeld: „You are happy now – make me happy too“. Wir machen ihn gerne glücklich, denn die einstündige Tour macht richtig Spaß:

Es geht durch die Mangroven-Wälder, man sieht Lungenfische, Seeadler und fährt durch niedrige Durchgänge (alles hinlegen).

Koh Panyi

Nächster Stopp ist die Gemeinde „Koh Panyi“. Eine vollständig muslimische Gemeinde von malayischen Flüchtlingen hat sich hier – auf Pfahlbauten komplett im Wasser – angesiedelt.

Besonders witzig finden wir die Geschichte des Fußballfeldes: Die Kinder wollten Fußball spielen und haben sich daher ein schwimmendes Fußballfeld gebaut. Mittlerweile gibt es ein neues Feld, wo man wohl nicht immer ins Wasser muss, um den Ball zu holen.

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Koh Panyi – schwimmendes Fussballfeld

Die Stadt selber finde ich eher langweilig – schmale, gut betonierte Wege zwischen den Häusern hindurch. Früher waren die Wege noch aus Mangroven-Ästen. Mittlerweile aber aus Naturschutzgründen verboten.

Wir verabschieden uns mit einem leckeren Essen von unserer Tour durch den Ao Phang-nga Nationalpark und setzen unseren Tagesausflug fort.

Wat Suwan Khuha

Ein Tempel in einer Höhle mit Buddha-Statuen. Für Urlauber, die nur zum Strandurlaub hier her gekommen sind, lohnt sich die Besichtigung sicherlich. Für uns ist es mittlerweile einfach ein weiterer Buddha.

Aber die Sensation hier ist nicht der Buddha, sondern die Affen in der dahinter liegenden Höhle. Um die Mittagszeit ist es den meisten Affen etwas zu heiß und sie halten Siesta – aber wir haben Glück, ein paar posieren doch für uns:

Uns gefällt aber auch die dahinter liegende Höhle – frei begehbar, mit Tropfsteinen, Fledermäusen und steilem Aufstieg.

Sa Nang Manora Wasserfall

Letztes Ziel unseres Tagesausflugs ist der Sa Nang Manora Wasserfall. Auf der Fahrt dahin kommen wir durch Gummibaumplantagen.

HALT … Gummibaumplantagen? Daran fährt man doch nicht vorbei. Das muss natürlich erkundet werden:

Ich kann es natürlich nicht sein lassen und steck meinen Finger in die Gummibaum-Milch. Nicht unerwartet ist es etwas klebrig. Aber niemand hat mich auf den fischigen Geruch vorbereitet, den mein Finger die nächste Stunde verströmt.

Da kommt mir der Sa Nang Manora Wasserfall grade recht. Da es jeden Tag immer wieder regnet, ist der Weg etwas schlammig-schlüpfrig. Ich bin jedenfalls in Flipp-Flopps unterwegs. Der Wasserfall ist toll und wir bedauern, keine Badeklamotten dabei zu haben.

Am oberen Ende ist ein kleiner Teich in dem hungrige Fische für eine Pediküre sorgen

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Pediküre durch kleine Fische

Ein komisches Gefühl.

Damit ist der Tagesausflug leider vorbei.

Wanderung nach Khao Lak

Im Hotel gibt es freies WLAN (wie in allen Hotels, in denen wir während unseres Urlaubs sind) und wir sind sehr betroffen, als wir die Bilder und Videos vom Tsunami sehen. Hier liegt auch das Tsunami-Museum mit dem Polizei-Boot. Gar nicht so weit weg – da könnte man ja mal am Strand hin laufen.

Vorab: Eine unserer blöderen Ideen. Man kann bei Flut nicht den kompletten Strand lang laufen, irgendwann war da einfach ein Hotel im Weg. (Bei Ebbe wäre es vielleicht möglich, aber so lange wollten wir nicht warten).

Wir wanderten also quer durch das Hotel zur Straße und marschierten dort weiter…

Es wurde wärmer und irgendwie kamen wir dem Ziel nicht näher. Ein Zwischenstopp im QCumber – Restaurant (Tipp: leckere Smoothie) klärt uns auf: Dahin laufen ist zu weit, wir sollten ein Taxi nehmen, 200 Baht. Nach 10 Minuten weiterer Hitze sehen wir es ein, schnappen uns ein Taxi und das fährt … und fährt … und fährt. Da haben wir uns wohl mit der Entfernung etwas verschätzt.

Das Polizeiboot liegt etwas versteckt „hinter“ der Hauptstraße und es ist erschreckend, wie weit weg das Meer ist. Vor Ort ist ein Händler, der seine Fotos gerne zeigt – aber natürlich auch etwas verkaufen möchte.

Die Fotos sind übrigens nichts für schwache Nerven.

Uns kommt es insgesamt so vor, als wolle man den Tsunami möglichst vergessen, die Anlage wirkt nicht sehr gepflegt.

Der Händler, der uns die Fotos gezeigt hat, bietet auch Taxi zurück ins Hotel an – und 250 Baht später sind wir wieder in unserem Hotel.

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