Thailand – Teil 7 – Rundfahrt im Norden Tag 5 und Tag 6

Rundfahrt in Thailands Norden – Tag 5

Angkhang Nature Park

Am Abend fanden wir es noch putzig – Angestellte, die nicht so recht wussten, wohin mit den Touristen, die nicht zu der geschlossenen Gesellschaft gehörten – also fanden wir uns zum Abendbrot im Personalraum wieder – doch jetzt ist es langsam nervig: Frühstückstische nicht eingedeckt, Kaffee lauwarm – schade. Das Ambiente des Hotels hätte es verdient, dass auch das Restaurant Lob eingeheimst hätte…Aber wir verhungern nicht und so geht es los mit Tag 5 der Rundreise. Wir holen erstmal die Besichtigung von gestern nach, diesmal bleiben wir trocken – trotzdem schade, bei Sonnenschein wäre es wahrscheinlich noch beeindruckender gewesen.

Militärstützpunkt – Grenze Myanmar

Es geht weiter – wir besichtigen einen weiteren Miltärstützpunkt. Hier wird kräftig gebaut und auch dieser Stützpunkt sieht nicht so aus, als wäre er nur eine Touristenattraktion.

Markt der Palong

Direkt daneben befindet sich ein Markt der Palong. Sie verkaufen in ihrer traditionellen Kleidung, wir fragen und dürfen Fotos machen. Die bunten Kleidungsstücke werden auch zum Kauf angeboten – Sabine probiert einiges an und erklärt es dann doch (mit etwas schlechtem Gewissen, da die Verkäuferinnen sich viel Mühe mit der Auswahl machen) für wenig alltagstauglich. Aber ein bunter Rucksack wird erstanden – für umgerechnet unglaublichen fünf Euro…Dieser wird sogleich auch eingeweiht – Regencape wird verstaut.

Schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Wir werden zu einem interessanten kleinen Restaurant gefahren: Man kann sich entscheiden, ob man sein Essen in kleinen Bambushütten im berühmten Yogasitz (oder einer der einfacheren Varianten) einnimmt -oder man setzt sich einfach an die Tische. Wir entscheiden natürlich – Bambushütte, während sich unsere Begleiter (wahrscheinlich innerlich mit dem Kopf schüttelnd), sich bequem an einen Tisch setzen. Das Essen – himmlisch… Später werden wir uns einig sein – hier gibt es den besten Fisch mit den unglaublich leckeren 4 (oder waren es 3?) verschiedenen Soßen…Jedenfalls steigt der Verbrauch von Papiertaschentücher rapide an, das Essen ist wirklich spicy…

Wir lernen auch noch eine neue Frucht kennen – ähnlich wie Weintrauben – sooo lecker

Und zum Schluss wird natürlich auch die Hängematte ausprobiert – Thailänder scheinen etwas kleiner zu sein…Aber sie kommen gucken und halten das Ereignis mit ihrem Handy fest – komische Touristen müssen halt damit rechnen irgendwo auf Facebook aufzutauchen..

Pha Dang Nationalpark mit Srisungwan-Wasserfall

Nächste Station ist der Srisungwan-Wasserfall im Pha Dang Nationalpark. Dann noch schnell aufs Thai-KLo und die Handspülung betätigt. Der Wasserfall ist nicht die einzige Attraktion – auch lokale Fauna kann bewundert werden.

King Naresuan

Letzter Halt für heute bei einem der verflossenen Könige, der irgendwie Hahnenkämpfe liebte. Ja wir geben es zu, unsere Aufmerksamkeitspanne hat schon etwas nachgelassen. GPS sei Dank: der König hieß Naresuan.

2016-11-11 07-59-44_2485_Thailand_Blog
King Naresuan

Baan Din Chiangdao

Ein romantisches Bungalowdorf erwartet uns diesmal als Übernachtungsort. Viele Gäste hat es nicht und außerdem – weit und breit kein Restaurant. Unsere Guides sind in Sorge und nach kurzer Beratung wird uns verkündet, dass wir zum Essen abgeholt und gefahren werden. Uns tut das leid – der Feierabend für unsere Begleiter rückt damit in weite Ferne und so entschließen wir uns, heute mal die Gastgeber zu sein und alle einzuladen. Sabine probiert Fischsuppe, die Bedienung im Restaurant warnt, fragt nach – Sabine besteht auf der Fischsuppe. Ein paar Löffel später – scharf – wirklich scharf. Und es stellt sich auch irgendwie das Gefühl ein, man kaut auf Fischköpfen und Gräten. Macht nichts, das Essen wird sowieso untereinander getauscht und unsere Guides erfreuen sich nun an der Fischsuppe.

Rundfahrt in Thailands Norden – Tag 5

Hotelfrühstück – vorm Verhungern gerettet

Das Frühstück im Hotel ist  – witzig. Zunächst sehen wir, ach wir sind ja doch nicht die einzigen Gäste hier. Drei Bungalows scheinen insgesamt belegt zu sein. Zunächst gibt es nicht gerade viel zum Frühstück – abgezählte Toastscheiben, Butter, Wurst.

Die Kaffeemaschine rattert und vollführt einen Höllenlärm. Na ja, denken wir, sind ja auch kaum Touristen da und selbst in den größeren Hotels war das Frühstück bisher nicht so berauschend. Doch dann – kommt das Frühstück erst: Rührei, Würstchen, Schinken – alles liebevoll zubereitet und lecker. Das vorher schnell vor uns hingestellte Essen diente nur dazu, uns vor einem möglichen  Hungertod zu bewahren…Während wir in Deutschland den Trend beobachten, dass viele sich nur noch mit großen Wasserflaschen bewaffnet nach draußen trauen – es könnte ja sein, man landet in der Wüste und verdurstet – scheinen die Thailänder mehr Wert auf einen ausreichenden Vorrat an Nahrungsmitteln zu legen. Kaum war die Mittagszeit um nur ein weniges überschritten, wurden wir schon besorgt befragt, ob wir es noch aushalten und wenn nicht – es gäbe Bananen, Kekse und in der allergrößten Not, könne man auch schnell mal anhalten und einen Snack besorgen. Das letztere taten die Guides dann auch meist – sie trauten unseren Beteuerungen wohl nicht. Für uns war das gut – kamen wir doch so immer mal wieder zu einer Leckerei von den lokalen Märkten. Denn natürlich bekamen wir was von dem Gekauften ab – das roch jedes Mal so lecker und sah gut aus und außerdem wollten wir dann gern wissen, was es ist…Ein Teufelskreis – schließlich bestätigte sich jetzt die Befürchtungen  unserer Guides – die deutschen Touristen müssen spätestens 12.00 Uhr mit Nahrungsmitteln versorgt werden – sonst – s. oben… Übrigens ein sehr leckerer Teufelskreis…

Chiang Dao Höhle

Erster Stopp des Tages – ein Höhlenbesuch. Man sollte etwas sportlich sein. Es geht durch schmale Gänge, auch mal auf allen vieren. Begleitet werden wir von einem Führer mit Gaslaterne. Geht dieser um eine Ecke, wird es augenblicklich wirklich stockdunkel. Das beruhigende daran ist, er kommt zurück und leuchtet uns dann wieder den Weg aus.

Die heiße Quelle muss leider wegen Hochwasser ausfallen, das können wir verkraften. Schade wäre es gewesen, wir hätten die Höhle nicht besichtigen können, denn diese schließt auch, wenn das Wasser zu sehr steigt.

Baan Tong Luang

Auf unseren Wunsch hin, besichtigen wir ein „Show-Dorf“. Immerhin 500 Bath Eintritt. Hier verkaufen die einzelnen Stämme in ihrer traditionellen Kleidung Handwerkskunst. Fotografieren ist erlaubt und auch erwünscht. Bemerken die Verkäufer, dass eine Kamera auf sie gerichtet wird, setzten sie sich in Positur und setzten auch ein Lächeln auf.

Wir können auch mal den Halsschmuck der Langhälse anheben und zur Probe umhängen. Es wird auch dargestellt, welche gesundheitlichen Folgen das Tragen dieses Halsschmuckes hat.

Mit etwas gemischten Gefühlen verlassen wir das Dorf. Sicher, es war sehr interessant – doch gäbe es noch die Langhälse, wenn Touristen an derartigen Verstümmlungen des Körpers der Frauen, kein Interesse zeigen würden? Oder helfen wir, mit unserem Interesse, Einnahmequellen zu erschließen und tragen damit zu einer Verbesserung der Versorgung dieser Stämme bei?

Bai Orchid

Eine letzte Essenspause bevor es zurück nach Chian Mai geht.  Ein unglaublicher Touristenladen seht auf dem Programm – die Thai Orchid Butterflyfarm.

Neben dem riesigen Buffet gibt es ein riesiges Orchideen-Feld und ein Schmetterlingshaus. Einer der Schmetterlinge verliebt sich unsterblich in meine Hand (was ist nur mit meiner Hand los) und wird von mir in die Freiheit entlassen. Ob das mein Karma aufbessert?

Chiang Mai – Abschlussfeier

Schließlich sind wir zurück in Chiang Mai – Poolzeit. Am Abend werden wir von unseren eifrigen Guides abgeholt. Auf keinen Fall dürfen wir das Vollmond-Fest verpassen. In diesem Jahr bleiben die Lampions am Boden, doch auch das ist immer noch beeindruckend genug. Doch zuvor müssen die Touristen natürlich noch Essen – wir werden in ein wirklich witziges Restaurant „Hanging Feet“ eingeladen. Die Füße baumeln durch die Decke, wir sitzen am Boden.

Mit von der Partie ist noch ein anderes Pärchen, das ebenfalls bei LebensWert Thailand gebucht hat. Und um es noch mal deutlich zu sagen: Dieser Abend stand nicht im Programm. Den thailändischen Guides war es einfach ein Bedürfnis, die Touristen, die alles ausprobiert haben, an diesen Tag teilhaben zu lassen – vielen tausend Dank noch mal dafür.

Kommentar verfassen