Thailand – Teil 5 – Rundfahrt im Norden

Rundfahrt in Thailands Norden – Tag 1

Chian Mai ist der Startpunkt unserer sechstägigen Tour durch den Norden bis an die Grenze zu Myanmar. Wir werden jede Nacht in einem anderen Hotel untergebracht – Koffer auspacken lohnt sich nicht.

Unsere Führerin beweist schon kurz nach dem Start ihre Qualitäten: Das zusammen-gestellte Programm sei für einen Tag sehr umfangreich, wenn wir dies dahin schieben und dafür das dort …

Wir nicken und hoffen das Beste. Als wir am Abend mit müden Füssen ins Bett sinken wissen wir: Unser Guide hatte recht.

Khun Chae – Besuch der heißen Quellen

Erster Stopp sind die heißen Quellen im Khun Chae Nationalpark.

Heiße Quellen – und Gesyr – ich war schon die ganze Zeit aufgeregt. Leider muss ich sagen: Ich fand das dann eher ernüchternd. Das ist dort eher ein Parkplatz, rundum Buden und die heißen Quellen. Außerdem stinkt es ein bisschen nach Schwefel. Wir verzichten großzügig darauf, Eier in den Quellen zu kochen und fahren, nachdem wir unsere Füße abgekocht haben, weiter.

Weißer Tempel

Bevor wir den Tempel besichtigen, gibt es erst mal etwas zu essen. Die stete Angst unserer Führerin: Wir könnten verhungern. Überhaupt sieht man überall Menschen mit „Fresspaketen“ durch die Gegend laufen.

Ich bin jedenfalls begeistert vom Topf mit drei Suppen.

Dann sind wir auch schon da: der weiße Tempel. Ich zitiere mal kurz aus meinen Tagebuch:

„der Traum eines Hindu-Zuckerbäckers“.

Innen ist der Tempel mit recht modernen Bildern geschmückt – auch in Thailand führt dieser Tempel zu Kontroversen. Meine Meinung: Muss man gesehen haben!

Die Ehefrau ist von was ganz anderem hin und weg: dem Klo:

Hinter dem Tempel befindet sich der Bereich wo die Verzierungen hergestellt werden: Holz, Gips, Beton – keine Steinmetzarbeiten.

noch ein paar Schnappschüsse – und wir fahren weiter.

Haus der Königsmutter – Doi Tung Palace

Mein stiller Wunsch, erst mal keinen Tempel mehr zu besichtigen, wird erhört. Wir besichtigen das Haus der Mutter des Königs. Die König-Mutter wird sehr verehrt, weil sie viel für den wirtschaftlichen Aufbau hier im Norden Thailands getan hat. Das Haus ist eine Mischung aus Schweizer Chalet und Thailändischem Baustil – mit Blick auf den Garten.

Doi Tung Palace, Thailand

Unterhalb des Palastes liegen die Gärten, die aus meiner Sicht viel sehenswerter sind als der Palast selbst. Könnte natürlich auch am Baumwipfelpfad liegen, den wir langkraxeln.

Myanmar Grenzübergang und Markthallen

Nicht weit entfernt ist der Grenzübergang nach Myanmar (früher Birma / Burma). Man kann über die Grenze rüber nach Mynamar laufen – worauf wir aber verzichten, drüben sieht es nicht anders aus, als auf unserer Seite. Interessant ist der Grenzübergang für alle, die ihr Visum verlängern wollen. Der Grenzverkehr ist jedenfalls gewaltig. Rund um die Grenze liegen Markthallen mit allem was das Herz begehrt. Und alles „Made in China“ wie unsere Führerin augenzwinkernd anmerkt. Trotzdem – allein die schiere Menge an Stoff, Spielzeug und was auch immer macht einen Trip durch die Markthallen zur Pflicht.

Man bekommt da auch was zu essen … und natürlich haben wir probiert.

 

Damit endet der erste Tag der Rundreise. Wir kommen im Dunkel im „Le Meridien Chian Rai Resort“ an. Ein sehr moderner Bau, der uns daher schon vom Stil her nicht gefällt. Ärgerlich: Kostenloses WLAN nur wenn man Mitglied im Club wird. Auf einmal sind wir von Anzügen, Krawatten und Abendkleidern umgeben. Das brauchen wir im Urlaub nun wirklich nicht – wir laufen aus dem Hotel raus, die einsame Straße entlang und dem Besitzer des Restaurants „um die Ecke“ fallen fast die Augen aus dem Kopf, als wir aus Richtung des Hotels kommend bei ihm einkehren.

Sein Englisch ist so gut wie unser Thai – aber mit viel Gestik bekommen wir unser Essen … und Bier!

Rundfahrt in Thailands Norden – Tag 2

Der Wetterbericht sagt Regen voraus. Wir nehmen das mit einem Lächeln zu Kenntnis – das Handy sagt schon die ganze Zeit Regen voraus und bislang gab es allenfalls mal ein paar Tropfen. Und es ist sowieso so warm – da wäre ein Regen für uns harte Nordländer ehe eine angenehme Erfrischung. So getröstet ziehen wir los – erster Stopp ist das

Baan Dam Black House Museum

Das Black House Museum ist weniger ein Museum und mehr die Ausstellung des Künstlers Thawan Duchanee, der in Thailand mit seiner Interpretation von Buddhistischen Elementen in seinen Installationen durchaus umstritten ist. Wir finden die Häuser und ihre Inhalte auf jeden Fall interessant.

Wat Huay Plakang

Doch der nächste Stopp lässt unsere Münder offen stehen: Eine Art Freiheitsstatue auf Buddhistisch. Die Größe der Buddhastatue lässt sich auf den Bildern gar nicht erkennen – das muss man gesehen haben. Mit einem Fahrstuhl fährt man in den Kopf, der grade noch ausgebaut wird und wo wir den Künstlern bei der Arbeit zusehen können.

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Budda-Statue Wat Huay Plakang

 

Gegenüber befindet sich der 9-Tier-Tempel … der Weg – die neun Ebenen nach oben –  ist weniger schlimm als von uns befürchtet. Dafür wird man oben mit einer wunderschönen Aussicht belohnt.

In der Nähe gibt es Mittagessen. Diesmal ist aber nicht das Essen mein Highlight, sondern das Bad. Mir gefällt die Art, wie die Dusche liebevoll gestaltet ist:

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Thailand – liebevoll gestaltete Dusche

 

Tambon Doi Hang – Heiße Quellen

Auf dem Fluss geht es jetzt zu den heißen Quellen in Tambon Doi Hang. Was hatte ich noch gleich über das Wetter geschrieben? Es schüttet erst mal wie aus Eimern. Aus großen Eimern!

Die thailändischen Händler nehmen es gelassen. Nach einer halben Stunde hört es auf zu regnen, wir hüpfen über die Pfützen ins Boot.

Die Bootsfahrt ist toll. Zumindest die erste halbe Stunde. Es geht durch Stromschnellen und die Landschaft ist interessant. Doch dann beginnt es wieder, ganz leicht, zu regnen.

Wir sitzen zwar unter einem Dach … aber durch den Fahrtwind werden wir langsam immer feuchter. Tja, protzen am Morgen bringt Kummer und Sorgen: Die harten Nordmänner bibbern und freuen sich auf die heißen Quellen.

Wichtig: Man muss Badehosen dabei haben, was nicht jeder weiß…und so sind wir im Schwimmbad ganz allein:

Neben den heißen Quellen ist auch ein Restaurant. Direkt daneben ein Markt mit lokalen Spezialitäten:

Wir ernähren uns lieber klassisch, fahren dann noch ein Stückchen mit dem Boot und mit dem Auto, bis wir in tiefer Dunkelheit zu unserem Hotel kommen. Wir träumen von einer Badewanne…doch hier im Norden sind die Unterkünfte manchmal etwas einfacher:

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Hotel mit Klo-Dusch-Kombi

Damit man nach dem Duschen trockenen Fußes auch noch die Toilette benutzen kann, werden Schlappen zur Verfügung gestellt. An meine Schuhgröße 46 hat leider niemand gedacht…

Und noch etwas lernen wir: In dieser Gegend Thailands wird pünktlich gegessen. Unsere Führer und wir werden in mehreren Restaurants abgewiesen: Es ist doch schon nach 19 Uhr, so spät ist die Küche zu.

Was wir noch lernen: Bier im 7eleven kostet die Hälfte…

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7Eleven – Der Supermarkt für alle Fälle in Thailand

 

Müde gehen wir ins Bett …

Mehr Fotos: hier

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