Thailand – Teil 4 – Chian Mai

Chian Mai – erster Tag

Verwirrung in Bangkok

Der Fahrer, der uns in Bangkok zum Flughafen bringt, macht es spannend: Chian Mai sei doch ein Inlands-Flug, zu welchem Flughafen wollen wir denn? Nach einem kurzen, lauten Schweigen bricht im Auto die Hektik aus – Reiseunterlagen werden herausgekramt und und wir einigen uns auf den Flughafen Saf .. Sif .. Suvarnabhumi. Der Fahrer hat mittlerweile telefoniert und bestätigt unsere Überzeugung. Richtig ruhig sind wir aber erst, als wir am Gate unseren Flieger sehen.

Tour durch Chian Mai

Wat Chedi Luang Worawihan

Wir kommen gegen Mittag in Chian Mai an, werden abgeholt und ins Hotel gebracht. Der lockende Pool wird von uns ignoriert – bei so viel Zeit kann man doch die Stadt erkunden.

Stadtplan geschnappt und losgezogen – der nächste Tempel ist ruckzuck erreicht und wir müssen doch schmunzeln, als ein Teil des Tempels nicht für jeden gedacht ist:

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Tempel nur für Männer

Wir umrunden den Tempel, schauen uns alles an und sind beeindruckt.

 

 

Wat Phra Singh

Auch wenn uns jetzt sehr warm ist (wir tippen mal auf 35 Grad im Schatten) … wir beschließen uns Chian Mai weiter anzusehen. Und so wird die Karte gezückt, gedreht und gewendet und weitergelaufen.

Irgendwie finden wir den gesuchten Tempel nicht. Laut Karte müssten wir doch hier direkt vor dem Tempel stehen? Die von uns befragten Einheimischen schauen eher verwirrt – Tempel? Ja, in die Richtung. DIE RICHTUNG? Passt doch gar nicht zur Karte? Wir laufen der Richtung hinterher – der Ehemann, dessen Kartenlesekunst bezweifelt wird, eher etwas knurrig. Dann treffen wir eine Engländerin und auf unsere Frage, wo wir denn nur sind, zückt die ihre Karte und zeigt und „da das Westgate und da der Tempel“. Tja, wir haben die Karte die ganze Zeit um 90 Grad verdreht gehalten. Jetzt klappts. Und der Ehemann ist etwas kleinlaut.

Der Tempel jedoch lohnt sich:

Jetzt ist uns warm. Und hungrig sind wir auch. Immerhin sind wir mindestens eine Stunde gelaufen, um hier her zu kommen, vor dem Rückweg stärken wir uns – in der Nähe des Tempels sind genügend Restaurants.

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Curry – so scharf ist es doch gar nicht

Wir machen uns auf den Rückweg – diesmal mit korrekt gehaltener Karte.

Wat Phan Tao

Wir laufen jetzt die Rachadamnoen Straße entlang und sind froh, dass die Sonne jetzt so tief steht, dass wir nicht mehr gegrillt werden.

Da er auf dem Rückweg liegt nehmen wir den aus Holz gebauten Wat Phan Tao-Tempel mal gleich mit:

Mittlerweile sind die Straßen von Touristen bevölkert und wir müssen grinsen, als einer aus dem Tempel kommt und seinen Freunden zuruft: „Innen sehen die alle gleich aus“.

Wir haben uns jetzt erst mal eine Pause verdient:

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Hotelpool Bodhi Serene

Chian Mai – Nachtmärkte

Nachdem wir gelernt haben, wie die Stadtkarte zu halten ist, steht einer Tour zu den Nachtmärkten in Chian Mai nichts entgegen.

Es gibt zwei verschiedene Nachtmärkte in Chian Mai: Samstags auf der Wua Lai Road und sonntags … gefühlt in der kompletten Innenstadt. Es lohnt sich, beide zu besuchen!

Heute ist jedenfalls Samstag und so suchen wir unseren Weg zur Wua Lai Road. Der Markt ist … unbeschreiblich. Es ist voll, es ist bunt und es riecht lecker. Wir bewundern die Auslagen, finden ein Geschenk für den House-Sitter und drängeln zurück zur Bumrung Buri Rd. – dort stehen jede Menge Essstände mit … Essen. Wir kaufen winzige Pfannkuchen, die mit Kokospaste gefüllt sind und verbrennen uns die gierigen Mäulchen. Die sind aber auch zu lecker, so dass wir nicht warten können.

Zufrieden geht es zurück ins Hotel – Morgen gehts zum Elefantencamp.

Chian Mai – zweiter Tag – Elephant Nature Park

Allgemeines zum Elephant Nature Park

Heute steht ein Tagesausflug zum Elephant Nature Park an. Ich empfehle an dieser Stelle:

keine neue Hose, kein neues Hemd. Vielleicht Badelatschen…

Das Camp, welches wir uns ausgesucht haben, ist der „Elephant Nature Park„, bei dem es um artgerechte Haltung der Elefanten geht. Die Haltung der Elefanten in Thailand wird von vielen Seiten kritisch betrachtet – daher werden auch in diesem Park keine Ritte auf Elefanten angeboten.

Statt dessen kommt man in sehr direkten Kontakt zu den dort frei herumlaufenden Elefanten – ein mitunter seltsames Gefühl, wenn da so ein Koloss an einem vorbeistapft.

Ankunft im Elephant Nature Park

Nach etwa einer Stunde Fahrt (je nach Verkehrslage in Chian Mai) kommt man am Elephant Nature Park an. Während der Fahrt gibt es einen kleinen Film zu sehen, auf dem die Regeln für den Park erläutert werden: Steh hinter der gelben Linie, steh nicht vor oder hinter einem Elefanten und fotografier nicht mit Blitz.

Angekommen stellen wir uns hinter die gelbe Linie und …

sorgen erst mal dafür, dass die Elefanten ihr Frühstück bekommen.

Tour über das Gelände des Elephant Nature Park

Dann führt uns unser Guide über das Gelände (Hey, waren da grade nicht noch diese Tiere wegen denen wir hinter der gelben Linie stehen sollten???) und erzählt uns die Geschichten der einzelnen Elefanten.

Es handelt sich übrigens nur um Damen – die Herren der Schöpfung sind leider etwas unleidlich und werden daher separat hinter massiven Zäunen gehalten. Die Kommentare meiner lieben Frau lass ich jetzt mal weg.

Neben den Elefanten gibt es noch Wasserbüffel, die ebenfalls frei herumlaufen, zu bestaunen. Die Wasserbüffel staunten auch über den einen Touristen … und ich fand einen Freund fürs Leben:

Leider hatte mein Freund grade seinen Sonnenschutz (Schlamm) aufgelegt und rotierte vor Freude mich zu treffen, seinen Schwanz. Dass die anderen in der Gruppe jetzt etwas gesprenkelt aussahen, hat unser Freude, aufeinander zu treffen, nicht getrübt.

Mittagessen – übrigens fleischlos.

Elefantenwäsche

Dann noch eine Tour durch das „Krankenhaus“ und zum Abschluss dürfen wir einen Elefanten noch waschen. An Badelatschen hatten wir nicht gedacht – aber barfuß ist trotz Kiesel im Fluss kein Problem. Und ja – wir kommen uns mit den kleinen Eimerchen etwas albern vor…Was die Elefanten darüber denken, war nicht zu erfahren…

 

Chian Mai – zweiter Tag – Nachtmarkt

Zurück vom Elephant Nature Park erst mal Duschen und Kleidung wechseln, wir wollen ja nicht nach Elefant-Wasserbüffel riechen. Es finden sich überall Schlammspritzer.

Da Sonntag ist, wollen wir die Gelegenheit ergreifen und auch den großen Nachtmarkt besuchen. Die Fotoapparate bleiben im Hotel – wir wollen einfach genießen.

Auch hier wieder: Stände, buntes Treiben, Trubel.

Dann eine Ansage: Zum Tod des Königs wird eine Gedenkminute eingelegt. Überall werden Kerzen angezündet, die Stände schalten ihre Lichter aus – Stille legt sich über die Menge. Eben noch Trubel, dann ehrfürchtiges Schweigen, die Zeit scheint angehalten, eine ganze Stadt steht still: ein Augenblick,  den wir beide sicherlich nicht vergessen werden.

Mehr Fotos: hier

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