Thailand – Teil 2 – Anreise und Bangkok

Bangkok

Ankunft und erste Schritte

Thailand – wir sind gespannt. Viel haben wir vorab von Thailand gehört. Elefanten, gutes Essen und Sextourismus. Was für ein Land würde uns erwarten?

Die Anreise war – da wir keinen Direktflug hatten, mit insgesamt 18 Stunden sehr ermüdend. Immerhin waren die Einreiseformalitäten kein Problem und um Bargeld hatten wir uns bereits in Deutschland gekümmert – 200 Euro in Baht sollten die ersten Tage reichen.

Doch dann standen wir leicht verwirrt am Ausgang auf der Suche nach unserem Abholservice. Schnell wurde klar: falscher Ausgang. So wartete der Eine bei den Koffern und der Andere machte sich auf die Suche. Erfolglos. Wir zückten das Handy, welches uns unser Reiseveranstalter mitgegeben hatte und riefen an. Leichte Verständigungsprobleme. Zu unserer Verblüffung bot uns eine Frau aus dem Verkaufsstand hinter uns ihre Hilfe an, schnappte sich das Handy – und schickte uns zu dem verabredeten Tor. Wir waren von der Freundlichkeit begeistert – fanden aber unseren Abholer immer noch nicht.

Dann die Erleuchtung … die Ehefrau ist von ihrer Mutter mit einer Vielzahl an Vornamen, wobei der Rufname meiner Frau  Sabine ist – ausgestattet worden, und so wurde aus uns dann folgendes:

Flughafen Bangkok -Suchschild

Mit x2 bin dann wohl ich gemeint…

Ab ins Auto und erste Eindrücke der großen Stadt:

Skyline Bangkok

Kurz darauf sind wir im Hotel … und fallen müde ins Bett. Wir hätten wohl lieber im Flieger schlafen sollen, statt Filme zu gucken!

Ein paar Stunden später teilt uns der Wecker mit, dass wir jetzt wieder fit zu sein haben. Schließlich ist Urlaub, Ausruhen kann man im Büro. Und auch der Bauch meldet sich mit dem deutlichen Signal: nachfüllen, bitte!

Mittlerweile ist es wieder dunkel und wir ertasten uns unseren Weg – geblendet von Leuchtreklamen. Unser Hotel liegt im interessanten Bereich von Bangkok, die Kneipen und Restaurants sind bevölkert mit attraktiven Frauen in engen Kleidern. Die Kneipen sind überhaupt witzig gebaut, draußen ist eine „Theke“ an der man mit Blick auf die Straße sitzen und den Passanten hinterher sehen kann.

Nutzt unserem Bauch aber nix, so bahnen wir uns unseren Weg durch den Trubel und finden einen Supermarkt mit angeschlossenem Restaurant, in dem auch Polizisten sitzen. Na, wenn die sich nicht auskennen: erster Kontakt zu thailändischem Essen wird aufgenommen.

Bangkok – Essen im Supermarkt

Anschließend noch ein Bierchen – die Theke mit Blick auf die Straße muss doch ausprobiert werden. Und was macht die Ehefrau? Zählt doch tatsächlich die Männer, die allein an uns vorbeigehen und in Begleitung zurückkommen.

Bangkok – Bar mit Aussicht

Besichtigungstour – Blumenmarkt

Am nächsten Morgen werden wir von unserer Führerin abgeholt. Um 8 Uhr. Morgens. Wir wollen ja was sehen von der Welt. Erstes Ziel: Der Blumenmarkt. Noch leicht schlaftrunken laufen wir zwischen den Ständen mit Blumen, Blumengirlanden und Obst hindurch. Doch die Ratte, die mir fast über die Füsse huscht, hat ein deutliches „Hallo wach“ zur Folge.

Die Blumen werden nicht nur von Hotels und Privathaushalten als Deko verwendet sondern auch als Girlanden und Gestecke geopfert. (Entweder Buddha oder Hindu-Göttern).

Kauft jemand ein neues Auto, so fährt er damit zum nächsten Mönch, lässt es segnen und stellt/klebt eine Statue seines Schutzgottes aufs Armaturenbrett. Dieser Mini-Altar  bekommt natürlich auch sein Opfer, so dass Straßenverkäufer diese Mini-Girlanden an Ampeln zum Kauf anbieten.

Anfassen und riechen an den Blumen ist unerwünscht – die könnten ja für einen Gott sein und da haben unsere irdischen Nasen und Finger nix verloren.

Kurzer Stopp vor dem Blumenmarkt – unsere Führerin versorgt sich und uns mit ein paar Leckereien.

Bangkok – Leckerei am Strassenrand

Und schon gehts weiter zum …

Wat Pho – Gesundheitsmarkt und Tempel

Der Wat Pho ist wohl einer der berühmtesten Tempel – vor allem bekannt für seinen liegenden Buddha. Wir gucken allerdings etwas verblüfft, als wir die Tempelanlage betreten: lauter Stände mit Gesundheitsartikeln versperren uns ein bisschen den Blick. Es findet aktuell eine Gesundheitsmesse statt – und bevor wir richtig gucken können, sitzen wir an einem Tisch und stellen aus einer Gewürzmischung eine Art Riechsalz her. Wer 5 Tiegel produziert, bekommt einen geschenkt. 15 Tiegel später ziehen wir weiter. Ich rieche den Rest des Tages wie eine Gewürzmischung.

Die Tempel sind bunt geschmückt mit Glas- und Porzellanscherben. Im Wat Pho stehen viele chinesische Statuen herum. Der Grund ist ein pragmatischer: Der Handel mit China. Die Schiffe brauchten für den Rückweg Ballast – und da hat man einfach die Statuen genommen und anschließend dem Tempel geschenkt. Und die Glas- und Porzellanscherben waren Bruch – woraufhin ein König verfügt hat: Das wird nicht in die Landschaft gekippt, sondern auf die Tempel geklebt. Wir fanden die Idee gut.

Wat Pho – der liegende Buddha

Der liegende Buddha in Wat Pho ist berühmt – vor allem für seine Füße.

Auf seiner Rückseite kann man kleine Münzen für das Karma spenden. Wir tauschen schnell und spenden eifrig – bei einer Reise kann man ja gar nicht genug gutes Karma haben.

Bootstour Chao Phraya

Vor dem Mittagessen sehen wir uns Bangkok noch von einer anderen Seite an – wir fahren mit einem Longtail-Boot auf dem Chao Phraya. Der Einstieg zum Boot (von Pier mag ich nicht reden) ist ein kleiner Markt und bevor man sich versieht, wird es ein bisschen feucht unter den Füßen … und das Boot liegt vor einem.

Der Käptn gibt Gas – wir haben richtig Spaß. Statt dass ich mal fahren darf, lässt man uns die Fische (Cat Fish) füttern. Ein ganzes Weißbrot wird von uns verfüttert, vor lauter Fressgier ist es kein Problem, die Fische anzufassen. Gefühl: glitschig-schleimig.

Mittagspause. Auf die Frage „spicy“ nicken wir – in der  nächsten Stunde ist die Temperatur im Mund leicht erhöht.

Der Königspalast in Bangkok

Wer denkt, Wat Pho sei eindrucksvoll – irrt. Als nächstes steht der Königspalast auf unserer Agenda. Wir haben hier wirklich Glück – durch den Tod des Königs war die Besichtigung des Palastes bis kurz vor unserer Ankunft gesperrt. Im Palast ist eine lange Schlange schwarz gekleideter Thailänder, die sich von ihrem König verabschieden wollen.

Die Abhängigkeit von moderner Technik macht auch vor unserer Führerin nicht halt. Der Handy-Akku ist leer. Sie kramt einen Zettel hervor, spricht einen anderen Thailänder an – und ruft unser Auto herbei. Die Erleichterung ist groß, als wir ihr unser Handy leihen. Während sie den Fahrer ruft, beobachten wir den öffentlichen Nahverkehr und freuen uns, wie bequem wir es haben.

Leider hat das Teakhouse wegen Renovierung geschlossen, so besichtigen wir statt dessen das Dusit-Museum, in dem viele wunderschöne Gegenstände aus dem Besitz der Königsfamilie ausgestellt werden. Leider darf man im Gebäude nicht fotografieren – ein Besuch lohnt sich aber.

Übrigens: Die Damen müssen Rock tragen. Und wer keinen Rock hat, bekommt so ein Wickel-Dings für 50 Baht. Ehefrau hat es abgelehnt, sich darin fotografieren zu lassen…

Jim Thompson Haus

Jim Thompson hat durch seine Seiden-Fabrik und sein Faible für die alte thailändische Haus-Bauweise eine Art Museum eingerichtet. Ausgestellt wird hier die Herstellung von Seide aus den Kokons und die von ihm gesammelten thailändischen Artefakte – inkl. der Häuser. Das Anwesen ist schön, aber wie ich nun einmal so bin…die Herstellung von Seide fasziniert mich sehr. Wir könnten ja an der 30-Minuten-Führung teilnehmen. Aber unsere Führerin und auch unsere Füsse halten das für überflüssig.

Übrigens: in den Seidenkokons ist die Larve, die dann nach dem Aufspulen der Fäden übrig bleibt, frisch gekocht. Die kann man essen. Muss man aber nicht.

Der Tag wird abgeschlossen mit:

Bangkok Phachara Suites Sukhumvit

 

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