Thailand – Teil 1 – Allgemeines

Thailand – Allgemeine Informationen

Vorbemerkung

Es fällt auf – wir sind schon wieder im fernen Osten unterwegs. Nach Indien und Vietnam hat es uns diesmal nach Thailand verschlagen. Welcher Zauber geht von dieser Weltgegend aus, dass es uns immer wieder dort hin zieht? Wir selbst sind ratlos, vermuten  aber, es ist die Kombination aus sehr leckerem Essen, freundlichen und fröhlichen Menschen und dem großen Unterschied zu unserer westlichen Welt, der uns dort hinzieht.

Das Album mit den Fotos ist hier zu finden: Google+Album

Doch bevor die Reise losgeht, gibt es erstmal allgemeine Informationen für diejenigen, die auch mit dem Gedanken spielen, Thailand zu besuchen.

Verkehr und Orientierung

Nach Indien, wo wir uns nicht einmal über die Straße gewagt haben und Vietnam, wo wir problemlos durch die Straßen gelaufen sind: Wie sieht der Straßenverkehr in Thailand aus? Die Antwort ist verblüffend: Ich würde es mir zutrauen, dort zu fahren. Manchmal ein bisschen chaotisch, im allgemeinen aber nicht schlimmer als in Frankfurt/Main zur Rushhour. Übrigens: Linksverkehr!

Aaaber: Fahren können bedeutet nicht, auch anzukommen! Thailändisch ist eine Sprache mit eigenen Buchstaben – und damit sind die Straßenschilder einfach unlesbar. Bei mir kam es noch schlimmer – ich konnte meine Ziele nicht einmal ins Navi (Navigator App auf dem Handy) eintippen. Tipp 1: Sobald man vor dem Hotel steht, gleich die Position speichern, dann findet man auch zurück. Falls man kein Handy dabei hat und die Orientierung vollends verloren hat: Tipp 2: Gleich im Hotel eine Visitenkarte des Hotels an der Rezeption einstecken. Da steht der Name und die Adresse des Hotels auf Thailändisch drauf … und die Taxifahrer finden zurück.

Einreise, Ausreise, Visum

Für Thailand ist ein Visum erforderlich. Allerdings ist das Visum leicht zu erhalten: Im Flugzeug bekommt man einen Zettel für die Ein- und Ausreise. BEIDE Teile ausfüllen, Pass und Zettel vorlegen – Stempel. Fertig.

WICHTIG: Der Pass und der abgestempelte „Zettel“ muss man mitführen und immer wieder vorlegen. Bei jedem Hotel wurde das geprüft. Angeblich reicht es, wenn man eine Kopie von Pass und „Zettel“ mit sich führt. Eine Kopie des Passes haben wir sowieso immer dabei (während das Original im Hotelsafe liegt). Den Zettel haben wir fotografiert und ebenfalls das Original im Safe gelassen. Getestet wurde das aber nicht – hier bitte vorab informieren, ob sich Änderungen ergeben haben.

Bei der Ausreise kann es zu sehr langen Wartezeiten bei der Passkontrolle kommen! Ich empfehle unbedingt 3 Stunden vor Abflug einzuchecken und sich auf den Weg durch die Kontrollen zu machen.

Flug

Von Vietnam verwöhnt, sind wir von zehn Stunden Flugzeit ausgegangen. Das hätten wir vorher prüfen sollen. Wir hatten sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückflug einen Zwischenstop in Dubai. Schöner Flughafen. Aber 3 Stunden Aufenthalt auf dem Hinflug haben uns nicht mit Freude erfüllt. Und auf dem Rückflug hatten wir eine Stunde zum Umsteigen – und mussten tatsächlich nochmal durch alle Sicherheitskontrollen. Der Flughafen Dubai ist groß – und der Weg war weit.

Immerhin waren die Flieger (Emirates A380) hervorragend. Ich habe alle aktuellen Kinofilme gesehen und kam dann leicht übermüdet an.

Essen

Das Essen ist einfach lecker. Wir wurden mit „Lokal food“ versorgt, d.h. an einfachen Ständen bzw. Restaurants versorgt. Es gibt Märkte mit einem unglaublichen Angebot an Essen – leider waren unsere Bäuchlein zu klein um alles zu probieren. Ansonsten kann man einfach in ein Restaurant gehen, meist sind die Speisen mit englischen Übersetzungen oder mit Bildern versehen. Drauftippen und sich überraschen lassen.

Die Frage „spicy“ mit ja zu beantworten muss gut überlegt sein! Ein ja bedeutet, dass das Essen scharf gewürzt ist. Wir haben immer genickt – und auf den kritisch-fragenden Blick nochmal genickt. Das ist auch meistens gut gegangen. Aber: Nach dem Urlaub haben wir mal in der gewohnten Schärfe gekocht und unser Nachwuchs ist fast vom Stuhl gefallen.

Eine (auch für Thailänder) neue Spezialität sind Ananas in Grapefruit-Größe. Bekommt man geschält und die sind einfach lecker!

Tipp: Jeder sollte sich eine andere Speise bestellen. Die Teller kommen separat und so kann man untereinander tauschen.

Essen, Trinken  und Hygiene

Nochmal zum Essen: Wir waren nicht sehr vorsichtig beim Essen. Wir haben überall gegessen. Wir haben geschältes Obst gegessen (geschälte Ananas) und mitunter auch Salat. In Thailand wird gerne viel Eis in die Getränke gegeben – hier haben wir verzichtet und direkt aus der Flasche getrunken. Die meisten Gerichte waren gekocht oder frittiert. Ich habe mir tatsächlich dann Magen-Darm-Probleme eingefangen – konnte das aber mit Tabletten unterdrücken, so dass kein Urlaubstag ausgefallen ist.

Thailand empfanden wir beide als sehr sauber. Die Toiletten waren meist in europäischer Bauform. Mitunter musste man manuell spülen (Wasser mit einer Schüssel schöpfen) – aber ich habe schon schlimmere Toiletten in Deutschland gesehen.

Reiseverlauf

Die Reise bestand aus folgenden Teilen:

  • Bangkok
  • Chian Mai und Elephant Nature park
  • Rundreise Norden / Grenze Myanmar
  • Badeurlaub Khao Lak / Ausflug zum James Bond Felsen
  • Bangkok

Wetter

Die Regenzeit endet im Oktober. Leider hat das der Regenzeit niemand gesagt. So waren wir mitunter doch etwas angefeuchtet. Bei 30 Grad Außentemperatur ist das gar nicht mal so schlimm. Trotzdem würde ich beim nächsten Mal einen kleinen Regenschirm mitnehmen. Ein Plastikponcho hält zwar trocken – aber leider staut sich darunter die Wärme. Der Regen war meist nach einer halben Stunde vorbei und das Wetter war wieder gut. Aber leider haben sich die Wolken in den Bergen immer vor die Aussicht gestellt. Empfohlene Reisezeit ist daher Dezember bis Februar. Allerdings ist die Schlagzeile heute, am 10.12.2016: Überschwemmungen in Süden Thailands.

Das Wetter war also doch unser Freund – und die Tempel, Flussfahrten oder Grotten haben sich auch bei Wolken gelohnt.

Wer Probleme mit hoher Luftfeuchtigkeit hat … hat wirklich Probleme. Die Luftfeuchtigkeit ist durchgängig hoch – mitunter ist mir die Luft doch etwas weggeblieben.

Preise

Die Preise hängen von der Nähe zum Tourismus ab. Da wir teilweise Selbstversorger waren hier nur ein winziger Anhaltspunkt:

Bier kostet im Supermarkt (7eleven) ca. 50 Baht.
Ansonsten kostet Bier zwischen 100 und 120 Baht. Das Bier in der Hotel-Minibar war oft nicht teurer als im Restaurant.

Die Preise für das Essen unterschieden sich zwischen „Restaurant“ und „Local Food“. Sofern man in den Städten (Bangkok, Chian Mai) in ein Restaurant gegangen ist, hat man für eine Mahlzeit zwischen 100 und 200 Baht gezahlt. Portion Reis 20 Baht.

Auf den Märkten kommt man dann mit 50 Baht für das Essen und 10 Baht für den Reis aus.

Umtauschkurs

Wir haben immer 1:40 gerechnet und sind damit ganz gut hingekommen. 100 Baht waren also 2,50 Euro. Damit hat also eine Mahlzeit zwischen 3 und 5 Euro pro Person gekostet.

Trinkgelder

Laut Reiseführer sind Trinkgelder in Thailand nicht üblich. Außer in besseren Hotels usw.

Wir haben uns an folgende Faustregel gehalten:

Für den Gepäckträger im Hotel je Koffer 10 Baht.
Für den Guide pro Tag 100 Baht
Für den Fahrer pro Tag 50 – 80 Baht
Für die Bedienung 10 Baht

Niemals weniger als 10 Baht habe ich irgendwo gelesen und mich dran gehalten. (Das sind 30 Cent!)

Benimmregeln

Der Kopf ist das edelste Körperteil und wird nicht berührt. Auch Kindern nicht den Kopf tätscheln.

Entsprechend wird der eigene Kopf bei höhergestellten Personen, zu denen auch Mönche und Götterstatuen gehören, gesenkt. Aber ganz ruhig: Touristen kommen damit nicht klar und niemand stört sich dran.

Die Thailänder begrüßen einander mit gefalteten Händen und Verbeugung. Da die Position der Hände wichtig ist … einfach Kopf senken und freundlich lächeln – klappt.

Vor den Tempeln werden die Schuhe ausgezogen. Ich bin in Socken oder barfuß gelaufen, hat weder den Socken noch den Füßen geschadet. Allerdings gab es Tempel, an denen wohl ein Schuh-Schwund stattfindet. Entweder man nimmt die Schuhe in einer Plastik-Tüte mit oder der Guide hat einen Blick drauf.

Geldversorgung

Es stehen überall Geldautomaten rum. Wir nutzten die „Postbank Sparcard 3000 Plus“, auf diese Karten wird ein Betrag eingezahlt – mehr kann nicht abgehoben werden, was ich als beruhigendes Feature empfinde seit zunehmend PIN’s an den Automaten ausgespäht werden und ausländische Automaten nach meiner persönlichen Einschätzung nicht den hohen Sicherheitsstandard der deutschen Geldautomaten aufweisen. Zusätzlich hatten wir noch Kreditkarten (Visa, Mastercard) dabei, die kamen aber nur bei der Zahlung der Hotelrechnungen zum Einsatz.

Die Bargeld-Abhebungen am Automaten kosteten 200 Baht – also ca. 5 Euro.

Am Flughafen in Bangkok kann man dann das restliche Geld wieder in Euro zurücktauschen und die verbleibenden Reste spenden (Emirates hat da einen Briefumschlag zum Spenden).

Veranstalter

Sabine hat lange im Internet recherchiert um den Urlaub zu bekommen, der uns vorschwebte. Unsere Ziele:

  • Persönlicher Guide
  • Auto mit dem wir gefahren werden
  • keine Gruppen-/Busreise
  • 1 Woche Badeurlaub am Ende der Reise
  • Ausgewogener Mix von Kultur und Natur

Das beste Preis-Leistungsverhältnis bot dann LebensWert Thailand. An dieser Stelle ganz herzlichen Dank an Hr. Fichter der mit viel Geduld im Vorfeld unsere Fragen beantwortet hat. Wir finden die Idee, den Reisenden ein Mobiltelefon zuzusenden, so dass man bei Not zu Thailändischen Gebühren jemanden erreichen kann, einfach super!

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