Mein Körper, der Spielverderber

Alt aber fit

Ich bin doch fit und das bleibe ich auch. So kann man reisen, wohin man will. Hitze, Treppen und fremdes Essen – das habe ich immer ausgehalten und so wird es auch immer sein. Naja, im Alter dann etwas langsamer, aber ansonsten geht es so weiter wie die letzten 50+ Jahre.

Leben wie es einem Spaß macht

Da mein Körper recht beschwerdefrei vor sich hin gearbeitet hat, wurde er von mir auch mit allem versorgt, wonach ihm so war. Was man so täglich mit dem Körper tut:

  • Viel sitzen (ich bin Bürokrieger)
  • Täglich mehrere Portionen Fleisch
  • Feierabendbierchen (oder Weinchen)
  • Heute keine Zeit für Sport (endlich Feierabend)

Kalorien waren nie meine Feinde – ich bin einfach schlank geblieben. Bisschen Sport fürs reine Gewissen. Fertig.

Die Abrechnung

Irgendwie klemmt es in letzter Zeit. Na, dass die Augen die ersten Anzeichen von grauem Star haben – OK.

Der Leistenbruch ist operabel. Dafür kann ich ja auch nix.

Aber: Arthrose. Tschüss Stufen. Tschüss Besichtigung von Pyramiden, Ruinen, Bergen und und und.  Radfahren, Klettern? Bye bye.

Noch ist es nicht schlimm. Noch bin ich beweglich und alle Teile im Original.

Aber die Ampel leuchtet gelb … mit deutlich roter Tendenz. Was kommt als nächstes: Bluthochdruck, Herzbeschwerden, Arteriosklerose?

Die Lehre

Ich wollte und will reisen. Mit und ohne Wohnmobil. Leider hat auch meine Lieblings-Suchmaschine mir nicht weiterhelfen können:  Es scheint als sei gegen Arthrose noch kein Kraut gewachsen.

Aber viele Seiten für den Umgang mit meinem Körper habe ich gefunden und bin wirklich nachdenklich geworden: der langfristige Umgang mit dem guten Stück ist wichtig.

Wie will ich eigentlich mein wichtigstes Reiseutensil  behandeln? Schlechter als mein Auto?

Das Ergebnis

Mein Fleischkonsum ist jetzt deutlich reduziert. Ich esse VIEL mehr Obst, Rohkost, Gemüse. Statt Alibi-Yoga einmal pro Woche, versuche ich jetzt zweiten Tag die Übungen zu praktizieren.  Aus dem abendlichen Bierchen/Weinchen ist ein Glas Wein pro Woche oder ein alkoholfreies Bier geworden.

Worüber ich mich über mich selbst ärgere: Ich habe das doch eigentlich gewusst. Warum habe ich es trotzdem ignoriert?

Anmerkung der Ehefrau: Minus 5 Kilogramm, danke lieber Ehemann.

Der Aufruf

Wer auch immer vorhat im Alter fit zu sein und zu reisen: Geht anständig mit eurem Körper um.

Nicht gegen jeden Schmerz ist ein Kraut gewachsen!

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Mein Körper, der Spielverderber

  1. Wem sagst Du das… Ich glaube, diese Erfahrung muss jeder selber machen, warum auch immer… Und wie immer im Leben: Carpe diem. So viele warten mit Reisen, bis sie in Rente sind. Ob das dann noch geht?

    Dir alles alles Gute!!!

    1. Hallo zurück!

      Wer wirklich reisen will wird – hoffe ich – nicht warten. Nur die ganz großen Reisen werden gerne geschoben und dabei wird vergessen, dass man dann die Strapazen vielleicht nicht mehr verträgt. Auf der anderen Seite habe ich so viele ganz alte Leutchen in Gegenden getroffen, wo ich mich gewundert habe, wie die da hin gekommen sind – und das ist für mich eine Herausforderung und ein Trost, irgendwie geht’s doch wenn man will.

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