Lago Maggiore – Inseln voller Schönheit

Stippvisite am Lago Maggiore

Eigentlich wollten wir … so fangen die meisten Urlaubsgeschichten an. So auch diese: Eigentlich wollten wir zum Gardasee. Und da wir bereits eine Vignette für die Schweiz hatten, führte uns der Weg am Lago Maggiore vorbei. Und schon war der Zwischenhalt eingeplant. 

Der Campingplatz in Baveno

Als WoMo-Fahrer ist man vor Ort nur bedingt mobil: Ist man erst einmal am Ziel angekommen, will man nur ungern das Fahrzeug wieder bewegen. Da wir schon wussten, dass wir die Inseln des Lago Maggiore besichtigen wollten, entschieden wir uns daher für einen Campingplatz in Nähe eines Hafens. Weitere Vorteile: Die Stadt und die Restaurants sind auch bequem zu Fuß zu erreichen und die ersten Urlaubstage aufs Kochen zu verzichten empfinden wir als Luxus pur.

Pizza mit Wurstel und Pommes
Pizza mit Pommes belegt

 

Wir fanden den Campingplatz Parisi in Baveno für unsere Zwecke ideal: Der Hafen ist etwa zehn Minuten zu Fuß zu erreichen und er liegt zentral in der Stadt.

Freies WLAN gab es auch auch – aber das gehört ja in Italien (im Gegensatz zu Deutschland) schon fast zum Standard.

Tour durch Baveno

Das Wetter war leider zunächst etwas ungemütlich: dicht bewölkt und gelegentliche Regenschauer. Aber immerhin: warm. Für einen kleinen Spaziergang durch die Stadt ausreichend. Wirklich viel zu gucken gibt es nicht – aber die Aussichten über den Lago Maggiore lassen einen bei einigen Häusern schon ins träumen kommen.

Besuch der Inseln des Lago Maggiore (Langensee)

Ratlos stehen wir am Hafen. Klar ist: Wir wollen die Inseln besuchen. Aber wie sind nur die Abfahrtzeiten? Wir wollen auf jeden Fall mit der normalen Fähre fahren und nicht mit einem der kleinen Boote – trotzdem großes Rätselraten – wir verstehen die Fährpläne einfach nicht.

Unsere Ratlosigkeit ist deutlich zu sehen – wir werden angesprochen was wir denn wollen (vermute ich, mein Italienisch beschränkt sich auf: Vino, Pizza und Grazie), aber mit einer Mischung aus Deutsch und Englisch klappt es dann: Fahrplan wird für uns verständlich markiert  und wir kaufen auch gleich Karten für den nächsten Tag – da sagt das Handy gutes Wetter voraus.

Pro Person zahlen wir etwa 16 Euro (alle drei Inseln auf dem Lago Maggiore).

Isola Madre

Pünktlich schippert das Schiff Richtung Isola Madre … und fährt dran vorbei. Der Ehemann gerät in Panik, öffentliche Verkehrsmittel neigen dazu, ihn zu entführen, er hat es ja schon immer gewusst! Studium des Fahrplans: Aha – dort sind die Stationen irgendwie willkürlich angeordnet – man muss selber nach Ankunftszeiten sortieren. So betrachten wir schnell noch Pallanza aus der Nähe, dann erreichen wir die Isola Madre.

Überraschung: Es wird für die Isola Madre und für den Palalst der Isola Bella Eintritt fällig. Nochmal verabschieden sich pro Person 21 Euro leise weinend aus den Portemonnaies.

Ohne den Eintritt zu bezahlen, lohnt die komplette Tour nicht. Aber die Inseln sind wirklich schön und es muss viel Aufwand betrieben werden um die Anlagen zu erhalten: daher ist der Preis OK.

Die Isola Madre besteht aus einem Park und dem Palazzo. Im Park gibt es eine Vogelvoliere und freilaufende Fasane, Pfauen und … hm … Hühner?

Im Palazzo gefallen mir die dort ausgestellten Puppentheater ausgesprochen gut – ob ich es endlich mal nach Augsburg schaffe?

Isola Superiore o dei Pescatori

In unserem Reiseführer war immer die Rede von der Isola Pescatori die Rede – irgendwann kapieren wir, dass die identisch mit der ausgeschilderten Superiore ist. Egal – wir besteigen das Schiff. Stop, falsches Schiff, wir nehmen das Nächste, richtige, und landen auch auf der gewünschten Insel.

Pescatori – Insel der Fischer. Hier gibt es Fischrestaurants, Andenkenläden, Restaurants und Boutiquen. Alles was das Frauenherz begehrt. Witzig: Die Insel ist so schmal, dass man sowohl nach links als auch nach rechts am Ende der Gassen immer wieder den See sieht. Dafür, dass hier Touristengebiet ist, finden wir die Preise für die Mahlzeiten ganz OK und essen wie geplant zu Mittag (mit Blick über den See, im Sonnenschein).

Isola Bella

Schon mit einer gewissen Routine schippern wir weiter zur letzten Insel: der Isola Bella. Unser Ticket, welches wir auf der Isola Madre gekauft haben, macht sich bezahlt: Trotz Nebensaison ist die Schlange vor dem Palazzo recht lang. Der Palazzo selber ist ganz nett, beeindruckend finden wir den großen, hohen runden Saal. Aber als Ferienhaus wäre mir hier zu viel zu putzen.

Vom Palazzo Borromeo geht es weiter in den Garten. Der Garten auf der Isola Madre ist nach meiner Ansicht schöner. Aber hier wurde noch ein kleines aber feines Wasserspiel angelegt, dass man gesehen haben sollte. Es geht treppauf und ich bin froh über die doch nicht so hohen Temperaturen der Nachsaison.

Fazit

Der Lago Maggiore und seine Inseln sind einen mehrtägigen Zwischenstopp wert, wenn man über die Schweiz zum Gardasee will, sollte man die Inseln nicht links liegen lassen.

Für einen längeren Aufenthalt würden wir einen anderen Campingplatz wählen – dem Platz in Baveno mangelt es an Strand. Wir waren dort drei Tage und haben den Aufenthalt (und die Pommes-Pizza) genossen.

 

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