Womo-Kurztripp nach Limburg und Weilburg an der Lahn

Limburg

Campingplatz Limburg an der Lahn

Gutes Wetter will ausgenutzt werden. Gut, dass wir immer Kurzreiseziele sammeln, wo man mal auf die Schnelle hinfahren kann. Falls uns mal gar nichts einfällt, stöbern wir ein bisschen bei Quermania und schon haben wir Ausflugsziele im Überfluss. Diesmal haben wir uns Limburg an der Lahn herausgesucht, nicht mal 2 Stunden Fahrt entfernt.

Das Wohnmobil ist immer mit der Grundausrüstung ausgestattet und muss nur mit Nutella, Brot und Wasser versorgt werden – und los geht es.

Der Campingplatz in Limburg hat – zumindest auf Google Maps – nicht viele guten Kritiken bekommen. Mit etwas gemischten Gefühlen fahren wir dort hin – finden die Kritiken dann aber übertrieben. Klar, die Toiletten sind etwas älter – aber mit Klopapier versorgt und sauber. Schade finden wir, dass die Wohnwagen am Lahnufer alle quer stehen und damit nur die „erste Reihe“ Blick auf die Lahn hat.

Die nahe gelegene Autobahnbrücke hören wir nicht und auch die gegenüberliegende Bahntrasse erzeugt keinen störenden Lärm. Es kam sogar eine alte Dampflok vorbei – mehr Info habe ich dazu allerdings nicht, wir sind keine Eisenbahn-Fan’s.

Auf der dem Campingplatz gegenüberliegenden Seite der Lahn gibt es auch einen Bootsverleih – dazu muss man allerdings auf die andere Seite wandern. Wer ein Boot dabei hat, findet am Campingplatz selbst Anlegestellen.

Weg entlang der Lahn

Nach Limburg kann man problemlos laufen – etwa 15 Minuten Fußmarsch und schon ist man da. Man muss etwas aufpassen, da das Lahntal bei Radfahrern sehr beliebt ist. Den Umgang der Radfahrer mit den Fußgängern empfanden wir aber als freundlich. Wer gerne Rad fährt, sollte auf jeden Fall mal eine Radtour entlang der Lahn zu machen.

Tour durch Limburg

Über die alte Brücke, dann links halten und den Dom besichtigen. Wir stapfen einfach so in den Dom rein, wer an einer Domführung interessiert ist, sollte sich unbedingt vorab anmelden (hier). Uns beeindrucken vor allem die Galerien im 1. Stock, die allerdings nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Auch vermitteln die alten Fresken an den Wänden ein Bild, wie bunt die Kirchen früher gewesen sein müssen.

Vom Domplatz aus geht es dann weiter in die Innenstadt – unser nächstes Ziel ist die Kunstbäckerei Hensler. Wir vertilgen ein frisch zubereitetes Brötchen und genießen den Plausch zwischen Stammgästen und Verkäufern. Das Brot duftet verführerisch und unter Einsatz größter Selbstbeherrschung kaufen wir nur ein Brot und nicht den ganzen Laden leer.

Anschließend laufen wir noch etwas planlos durch Limburg, finden ein tolles Fachwerkhaus nach dem anderen – und freuen uns dann auf den Campingplatz, um unsere müden Füße in die doch sehr erfrischende Lahn zu tauchen.

Am nächsten Tag bin ich früh unterwegs, hole die Brötchen und mache noch schnell einen Schnappschuss von der still liegenden Lahn:

Deutschland Limburg Lahn am Morgen
Früher Morgen

Nach dem Frühstück schauen wir uns an – wir wollen beide noch nicht nach Hause. So zückt der kleine Reiseführer sein schwarzes Buch, runzelt ein wenig die Stirn und meint: Weilburg hier in der Nähe soll auch ganz schön sein.

Weilburg

Von Limburg aus ist es etwa eine Stunde nach Weilburg. Da wir nicht übernachten wollen, stellen wir uns einfach auf einen Parkplatz und marschieren hoch zur Burg bzw. Richtung Altstadt.

Noch mehr Glück haben wir am Schloss: Es gibt sofort eine Führung durch das Schloss und den Park. Leider sind Teile des Schlosses wg. der Konzerte gesperrt – aber unsere Führerin macht ihren Job richtig gut und erzählt interessante Geschichten über das Schloss, so dass wir nicht übermäßig enttäuscht sind.

Nicht nur das Schloss, sondern auch Schlosspark und Altstadt sind sehr sehenswert – wir haben Glück und bekommen auch eine Führung durch den Schlosspark. Wer Weilburg plant, sollte die Führungen vorab buchen – die Führer sind sehr engagiert, eine Teilnahme lohnt sich!

Der Rückweg nach Hause ist von einer vollgesperrten Autobahn (Bauarbeiten) getrübt. Anscheinend hat die Polizei nicht mit dem guten Wetter und den vielen Ausflüglern gerechnet – so dass die, auf diese Last nicht ausgelegten, Ampelschaltungen auf der Umgehungsstrecke einen fürchterlichen Stau verursachen.

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