Besteckschublade im neuen Design

Die nervige Besteckschublade

Es war jeden Morgen das Gleiche: Wo sind die kleinen Löffel? Wo ist das zweite Messer? Abends ging es dann weiter: Korkenzieher, Flaschenöffner, Kochlöffel – die Besteckschublade musste umgegraben werden.

Eine Lösung musste her – am besten bevor ich die Schublade als Grillanzünder verwende!

Ausgangslage

Das Thema war ja nicht neu. Ich hatte schon mit Schubladen-Trennern versucht, Ordnung zu schaffen. Aber die verschoben sich immer und halfen auch nicht wirklich weiter. Eine erste Idee war, eine zweite Schublade nur für das Besteck (Messer, Gabel, Löffel) unter den Esstisch zu montieren. Das wäre mit viel Aufwand verbunden gewesen – die Schublade soll sich ja während der Fahrt nicht selbständig machen.

Dann erinnerte ich mich an die alten Besteckkästen, in denen das kostbare Silber aufbewahrt wurde – könnte man so etwas kaufen und einkleben? Ja, kann man und diese Besteckhalter kostet etwa 5 Euro. Das muss doch billiger gehen?

Klar – Moosgummi. Auf neudeutsch „Foamshell“. Oder ganz einfach: Das Zeug aus dem Isomatten sind. Ein erster Test zeigt: Ja, geht.

Besteckschublade unübersichtlich trotz Trennelementen
Chaos in der Besteckschublade

Auf zum Baumarkt und noch schnell etwas Sperrholz besorgt und los gehts.

Unterbau

Da die Schublade recht hoch ist, will ich 2 Ebenen herstellen. Unten wieder die klassischen Fächern und oben drauf die Besteckeinsätze. Dann sägen wir doch mal los:

Bescheckschublade mit Trennern aus Sperrholz
Trenner aus Sperrholz

Glück gehabt: Die Schöpfkelle ist nicht zu hoch. Gesägt habe ich 3 Sperrholzteile und diese einfach mit der Heissklebepistole zusammengeklebt. Anschließend das ganze Konstrukt wieder mit Heisskleber in der Schublade befestigt. (Heisskleber hält, macht keine Löcher und lässt sich wieder entfernen)

Ebene 2 wird gebaut

Jetzt wird einfach passend eine Platte zugesägt und oben drauf gelegt. Die hatte ich dann gleich so passend zugesägt, dass ich sie nur noch mit Mühe raus bekommen habe – also Griff nicht vergessen. Man kann ein Loch reinbohren für den Finger – ich fand die Lösung mit der Schnur hübscher.

Besteckhalter im Eigenbau

 

 

Isomatte in Schichten verklebt
verklebte Isomatte
Isomatte als Besteckhalter
Test mit Messer

Aus einer alten Isomatte schnippel ich ein paar Stücke heraus, klebe die aufeinander. Dann ein Schnitt, Messer rein: ja, funktioniert. (Hand aufs Herz: das war natürlich das Erste was ich gemacht habe, bevor ich mit der Bastelei angefangen habe).

An dieser Stelle ändere ich zum ersten Mal die Pläne: Ich habe noch Mattenreste, die man zur Isolierung des Wohnmobils verwendet. Die sind dicker und selbstklebend und werden jetzt von mir statt der Isomatte verwendet.

Noch eine Planänderung: Eigentlich wollte ich das jetzt direkt auf den Zwischenboden kleben. Statt dessen wird eine neue Platte gebaut, die komplett herausgehoben werden kann und dann auf den Tisch gestellt werden soll – so ist mit einem Griff das Besteck auf dem Tisch. Endlich muss ich nicht mehr drei Mal aufstehen, weil ich immer was beim Tischdecken vergessen habe.

Isomaterial, Stegplatte, Unterplatte
Isomaterial, Stegplatte, Unterplatte
Bodenplatte, Stegplatte und Isomaterial verklebt
Isomaterial ist auf die Stegplatte geklebt und diese mit Heisskleber auf die Bodenklappe
Schublade, Zwischenboden und Besteckhalter
Schublade, Zwischenboden und Besteckhalter
Schublade, Zwischenboden und Besteckhalter mit Besteck
Schublade mit bestücktem Besteck
Schublade, Zwischenboden und Besteckhalter mit Besteck
Schublade mit bestücktem Besteck

An dieser Stelle kam dann die Frau herein und meine: Wo sind denn die kleinen Löffel? Verflixt!

Besteckschublade mit Zwischenboden, Besteckhalter und Besteck
Besteckschublade ist fertig

Ich hab die Teelöffel dann noch reingequetscht…

Erfahrungen

Erfahrungen während der Fahrt stehen noch aus. Ich habe das Ganze mal geschüttelt: Das Besteck bleibt am Platz.

Glück habe ich mit der Höhe gehabt: Die Löffel stehen senkrecht und verbrauchen damit viel „Höhe“. Das hatte ich vorher nicht bedacht, ich hatte immer nur mit den Messern getestet.

Sicherlich kann man das noch edler gestalten – das wäre bei meinem handwerklichen Geschick aber Geldverschwendung.

Falls es gefällt: Viel Spaß beim Nachbau!

2 Gedanken zu „Besteckschublade im neuen Design

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